Chronik

53 Jahre Schule!

1964 wurde die Volksschule damals noch an der Fromundstraße 1 mit acht Jahrgangsstufen eröffnet. Das Schulgebäude befand sich inmitten einer Kleingartenanlage, viele der umliegenden Häuser waren noch gar nicht gebaut und ein U-Bahnanschluss war noch weit entfernt.

Zuvor waren die Schüler an der Ichoschule untergebracht gewesen. Aber 1964/65 war es so weit. Der Umzug vollzog sich, alle Leiterwagen von ganz Giesing waren im Einsatz, um Akten, Landkarten und sonstiges Material an unsere "neue" Schule zu karren.

Die Schule besuchte man bis zur 8. Klasse und war im Schnitt 14 Jahre alt, wenn man die Schule verließ. Die Klassen selber hatten damals deutlich mehr als 30 Schüler, viele Fächer gibt es heute nicht mehr und die Einteilung in Männlein und Weiblein war quasi per Unterrichtsfach geregelt. Die Mädchen wurden in Hauswirtschaft, Handarbeit und Säuglingspflege unterrichtet, die Buben in Werken.

Ende der 60er Jahre teilte man die Volksschule dann in eine Grund- und eine Hauptschule. 1978 war die Hauptschule drei- bis vierzügig und Auslagerungen durch Verkleinerung der Schule infolge sinkender Schülerzahlen waren nötig. Ein Pavillion wurde 1999/2000 errichtet, ein weiterer zweistöckiger sowie barrierefreier ist nun 2017 fertiggestellt worden.

                                                                        Neues Schulhaus am Wettersteinplatz

Beim Richtfest für den Neubau der Volksschule an der Fromundstraße (Wettersteinplatz) wies Stadtschulrat Dr. Anton Fingerle auf die Vordringlichkeit dieses Bauwerks hin: Im Schulgebäude an der Ichostraße herrschte seit Jahren infolge von Überbelegung nicht mehr tragbare Zustände; in den dort zur Verfügung stehenden 32 Lehrsälen seien seit Kriegsende drei Volksschulen, eine Sonderschhule und eine hauswirtschaftliche Berufsschule untergebracht, die Volksschulen allein bildeten 47 Klassen, von denen acht hätten ausgelagert werden müssen. Außer der Überlastung der "Ichoschule" habe auch die rege Bautätigkeit zwischen Giesing und Harlaching zu einem Volksschulneubau im Bereich des Wettersteinplatzes gezwungen. Er kommt auf nicht weniger als 6 072 000 Mark zu stehen, wovon 570 000 Mark auf die Einrichtung entfallen. Es handelt sich um einen Trakt mit zwei zweiseitig belichteten "Klaßriegeln", die durch Zwischenbauten verbunden sind, so daß im Inneren des Baukörpers ein kleiner Zierhof entstehen kann. Ein zweigeschossiger Turnhallenbau (zwei Turnhallen, Turnlehrer- und Arztzimmer) ist mit dem Klassenbau durch einen gedeckten Übergang verbunden; der Hauptzugang zur Schule ist von der Fromundstraße aus. Der Neubau nimmt u. a. auf 16 Lehrsäle, zwei Ausweichklssräume, je einen Fachlehrrsaal für Handarbeit und Naturlehre, zwei Rektoren-, ein Lehrer- und ein Lehrmittelzimmer, einen Raum für die Schuljugendberater, eine Schullehrküche und einen Lehrsaal für Werkunterricht. Architekt ist Martin Hofmann, die Oberleitung haben Baudirektor Zeitler und Oberbaurat Schweiger vom städtischen Hochbauamt.                                                aha

                                                                                                                                 Süddeutsche Zeitung vom 2.Oktober 1963


Woher stammt der Name unserer Straße (Fromundstraße)?

Unsere Straße entstand im Jahr 1959. Namensgeber ist der Schriftsteller und Benediktinermönch Fromund (auch Froumund) (nach 960-1008) aus dem Kloster Tegernsee. Er verfasste eine Brief- und Gedichtsammlung von großem kulturhistorischen Wert. Er führte auch die Korrespondenz dreier Tegernseer Äbte. Die althochdeutsche Bedeutung des Namens Fromund lautet der kluge Beschützer.